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Historie

 

Schreiben Deutscher und KnoblochDas Unternehmen wurde im Februar 1920 von den Herren Deutscher und Knobloch (Herrmann Knobloch war der Urgroßvater des heutigen Firmeninhabers) unter dem Namen

Deutscher & Knobloch

Holzgroßhandlung- Sägewerk, Holzwolle-
und Holzwolleseilfabrik

gegründet. Schon nach kurzer Zeit genügte die Produktion des Zittauer Werkes auf der Südstraße nicht mehr. Ein weiteres Werk in Ullersdorf im Isergebirge wurde angegliedert sowie eine Verkaufsstelle in Dresden in der Rankestraße Nr. 1 eingerichtet.

In den letzen Kriegstagen im Mai 1945 wurden Gebäude des Hauptsitzes in Zittau auf der Südstraße von 4 Bombeneinschlägen beschädigt. Menschen wurden dabei nicht verletzt.

Nach dem Krieg kam Rundholz aus dem Zittauer Gebirge, dem Königsholz und dem Neißetal zum Einschnitt. Unter der Kontrolle der sowjetischen Militäradministration wurden ca. 5000 bis 6000 fm pro Jahr eingeschnitten. Aus sowjetischen Importen kamen etwa 600 Eisenbahnwaggons Rundholz zum Einschnitt nach Zittau, entladen über die Bahnstation Zittau-Süd und den Güterbahnhof Zittau. Die jährliche Erzeugung von Schnittholz, zum Teil für den Export, betrug ca. 3500 m³ (etwa 200 Eisenbahnwaggons). Zwischen 1949 und März 1951 wurden außerdem 15.000 fm Kiefer- und Fichtenholz in den Wäldern Mecklenburgs und Brandenburgs mit eigener Kapazität ausgerückt, per Bahn nach Zittau verbracht und eingeschnitten.

Am 27.02.1951 übernahm Wenzel Kirschner, der Schwiegersohn des am 26.02.1951 verstorbenen Firmengründers, die Betriebsleitung im Unternehmen.

Ab 1952 begann die serienmäßige Fertigung von Offenställen und Mehrzweckbauten einschließlich der dabei erforderlichen Bauleistungen und Montagen zur deren Errichtung. So wurden beispielsweise 600 Hühnerställe 5 x 30 m montagefertig produziert und ausgeliefert, wobei auch die Fenster und Türen aus eigener Produktion stammten.

1958 übernahm die DDR Betriebsanteile, das Unternehmen wurde als BSB-Betrieb (Betrieb mit staatlicher Beteiligung) weitergeführt.

1964 forderte der sozialistische Betriebswirtschaftsrat in Dresden eine stärkere Beteiligung des Unternehmens am Wohnungsbauprogramm. Dieser Forderung folgend wurde die Produktion von montagefertigen Betonteilen in eigens dafür erstellten Fertigungsräumen begonnen.
Innerhalb von 5 Jahren fertigte das Unternehmen ca. 35.000 Fenster- und Türgewände als Betonfertigteile für die Großblockbauweise einschließlich der Montage und Verglasung von zugelieferten Fensterelementen. Die Produktion wurde mit Einführung der Großplattenmontage in der DDR wieder eingestellt.

aus der Geschichte des UnternehmensAb 1969 wurde die Produktion von genagelten Dachbindern mit Spannweiten von 12 bis 21 m neben dem Sägewerk zum Schwerpunkt der Fertigungsproduktion.

Am 24. April 1972 übernahm die DDR die letzten privaten Betriebsanteile und verstaatlichte damit das Unternehmen zu 100 %. Die Zustimmung der Fam. Kirschner zu dieser Anteilsübernahme war dafür nicht erforderlich, sie wurde von behördlicher Seite vorausgesetzt.

Wenzel Kirschner führte den Betrieb noch 3 Jahre weiter als Betriebsleiter. Er verließ das vormals eigene Unternehmen 1975 aus persönlichen Gründen.

Es folgten mehrere Betriebsleiter und Jahre unter sozialistischer Planwirtschaft. Ein kontinuierliches Wachstum oder der Ausbau der Produktionsstätten scheiterten an wechselnden Kombinatszugehörigkeiten und Führungsregulierungen durch den Bezirkswirtschaftsrat Dresden. Zum Zeitpunkt der politischen Wende 1989 gehörte der kaum noch produktionsfähige Betrieb zur LPG Gemüse-Zittau.

Am 1. April 1984 gründete Werner Kirschner, der Enkel von Herrmann Knobloch, mit dem selben Unternehmergeist und gegen alle Bedenken der Familie seinen eigenen Bauhandwerksbetrieb, den er bis 1989 mit all den Schwierigkeiten und Unzulänglichkeiten eines privaten Handwerksbetriebes in der DDR führte. Er arbeitete anfangs allein mit der Unterstützung seines Vaters Wenzel, in den folgenden Jahren dann mit bis zu 5 Arbeitern.

Im Aufschwung der Nachwendejahre hatte die Fa. Kirschner als regional etabliertes Unternehmen bis zu 40 Mitarbeiter. Die betrieblichen Kapazitäten auf dem Bauhof in Olbersdorf gelangten an ihre Grenzen. Doch im politischen Umbruch bot sich auch die Möglichkeit die verstaatlichten Betriebsstätten auf der Südstraße in Zittau zu reprivatisieren. Werner Kirschner und seiner Frau Alice Kirschner gelang es nach mehrjährigen Verhandlungen mit der Treuhandanstalt die Liegenschaften teils zu reprivatisieren, teils zurückzukaufen und damit wieder Eigentum der Familie werden zu lassen.

Mit Ergeiz und Mut zum Neuanfang wurden die desolaten Betriebsstätten des einstigen Sägewerkes entmüllt, zum Teil abgebrochen und in großen Teilen instandgesetzt. Im April 1997 erfolgte der Umzug des Baubetriebes von Olbersdorf nach Zittau auf das Gelände der Südstraße Nr. 4. Ein Stück Familientradition fand seine frühere Bestimmung wieder.

1998 schloss Martin Kirschner sein Studium an der Fachhochschule Zittau/Görlitz erfolgreich ab und setzt damit die berufliche Tradition als Bauingenieur in 3. Generation fort.

Ende der 90iger Jahre tauschte Werner Kirschners Frau Alice den Schulleitersessel der Mittelschule Olbersdorf gegen den harten Buchhalterstuhl im Unternehmen ihres Mannes. Seither ist sie ein unverzichtbarer Bestandteil des Familienbetriebes.

Gerade in den Jahren der Rezession am Bau hat sich die Führung des Unternehmens als Familienbetrieb bewährt.

Zum Jahreswechsel 2010/2011 übertrug Werner Kirschner die Unternehmensleitung auf seinen Sohn.
Somit führt Martin Kirschner eine Familientradition im Sinne seiner Großväter weiter.